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Charta

Mit Charta (Pl. Chartas, Aussprache [ˈkarta]; lateinisch charta ‚Papierblatt, Schreibbogen‘, entlehnt aus altgriechisch χάρτης chártēs, möglicherweise mit dem ägyptischen Wort kheret-aa ‚Schreiberkästchen‘ verwandt) bezeichnet man die für das Staats- und Völkerrecht grundlegenden Urkunden.

In der Diplomatik wird die Charta als frühmittelalterliche Urkundenform von der Notitia abgegrenzt: Die Charta ist eine dispositive Urkunde, die in der ersten Person und im Präsens formuliert ist, während die Notitia als Beweisurkunde in der dritten Person und im Perfekt formuliert ist. Die Charta war im frühen und hohen Mittelalter besonders im südlichen Europa (Italien, Spanien, Südfrankreich) in Gebrauch.

Im übertragenen Sinn wird der Begriff auch für Satzungen oder Selbstverpflichtungen nichtstaatlicher Organisationen verwendet. So gibt es z. B. Chartas von Künstlergruppen, Wissenschaftlern oder Berufsgemeinschaften.

Bekannte Chartas sind:

Carta Caritatis, das im 12. Jh. entstandene Verfassungsdokument des Zisterzienserordens, regelt die Beziehungen der Zisterzienserklöster untereinander1215 Magna Carta

1527 Charta von Cetingrad

die portugiesische Verfassungscharta von 1826

1933 Charta von Athen (CIAM)

1945 Charta der Vereinten Nationen

1964 Charta von Venedig, Denkmalschutz

Charta 77

18. August 1988 Hamas-Charta

7. Dezember 2000 Charta der Grundrechte der Europäischen Union

2003 Charta zum Erhalt des Digitalen Kulturerbes

11. März 2005 Europäische Charta für Forscher

2006 Charta der Vielfalt

2008 Charta 08weitere Chartas in der Kategorie:Charta